Beurteilungen und Rezensionen, die bei Amazon, dem Projekte-Verlag und im Pilgerforum.de veröffentlicht worden sind

Frank Hoof -  Mir geht es wie Vielen, die selbst schon einmal auf dem Jakobsweg gepilgert sind: man sucht immer wieder Gelegenheiten, sich zumindest geistig zurück auf den Weg zu begeben. Und dafür ist dieses Buch des Legionärs Martin Schöler ideal. Als sehr genauer Beobachter berichtet der Autor von den Schönheiten und Qualen des camino frances, von amüsanten und anregenden Begegnungen mit anderen Pilgern und man lernt zudem was über die Flora Nordspaniens. Und da der Legionär die gesamte Strecke von St.Jean bis Santiago wirklich gelaufen ist - und nicht wie andere Jakobsweg - Bestseller - Autoren - große Strecken mit dem Bus zurückgelegt hat, ist der Bericht auch vollständig.Mit seinen vielen praktischen Tipps ein ideales Buch zur Vorbereitung, aber durch die tollen Beschreibungen eben auch etwas zum "Nachschmecken" und ErinnernBei einem guten Glas Irache tinto - nicht Irachi!- habe ich einen schönen Abend mit dem Buch verbracht, womit ich bei dem einzigen kleinen Wermutstropfen bin: die spanischen Schreibweisen hätten doch sorgfältiger korrgiert werden können.Danke an den Autor, der mir ein paar schöne Stunden geschenkt hat!

Peter Schibalski "Vielleser" (Paderborn) -  Selten habe ich ein Buch über den Jakobusweg mit derartig vielen Ratschlägen und Hinweisen zum richtigen Gehen auf dem Pilgerweg gelesen. Ich habe im Buch fast 100 Ratschläge gekennzeichnet und bin zu der Ansicht gekommen, dass jeder Pilger, der vor hat auf dem klassischen Jakobusweg zu gehen, dieses Buch gelesen haben muss. Unser 'Schmidtke' wird von Martin Schöler (Legionär genannt weil er eine Mütze mit hinten angebrachten Sonnenschutz trug) äußerst geschätzt. Dieses Büchlein war für ihn ein unersetzlicher Begleiter. Mit großem Lob versieht der sehr geübte Wanderer die Herberge Casa Paderborn, der er ein eigenes Gedicht widmete. Im Vergleich zu den vielen Unterkünften, die Schöler auf dem Wege anläuft, steht das Haus des Freundeskreises der Jakobuspilger in Paderborn fast einmalig da.Glücklich ist der Autor des Buches auch über seine Entscheidung den Weg im März 2010 angetreten zu haben. Die Begehbarkeit der Wege war im Durchschnitt recht gut. Bis auf wenige Regentage und einige Schlammwege, hat er an der Jahreszeit nichts auszusetzen: im Gegenteil, der Weg ist zu dieser Zeit nicht überlaufen und die Herbergen sind nicht überfüllt. Martin Schöler hatte auf seinem Weg viele Begegnungen mit Gleichgesinnten und nimmt uns Leser hinein in die Gespräche mit den Menschen, die sich aus unterschiedlichsten Motiven auf die Pilgerschaft gemacht haben.Ich habe versucht, die wichtigsten Tipps des Autors an anderer Stelle zusammen zufassen und dazu noch einige Gedichte und Hinweise hinzugesetzt. Also noch einmal: jeder Pilger sollte dieses Buch vor Antritt der Wanderung lesen und sich die Ratschläge zu Herzen nehmen.Peter SchibalskiFreundeskreis der Jakobuspilger Paderborn 

Verena Nerschbach Das Buch enthält eine Menge praktischer Hinweise, die geschickt in dem spannenden Text verteilt sind, z.B. der Rucksackwäschetrockner, Tipps zur Verhütung von Blasen oder was kostet mich die Pilgerfahrt. Das Buch hilft sehr bei der Vorbereitung auf den Jakobsweg. 

Roland Bolliger "Urrumpel" (Frankfurt am Main) -  Der Verfasser verstand es meisterhaft die gesamte Strecke bildhaft zu beschreiben, man fühlt sich fast wie wenn man dabei gewesen wäre. Seine gute Kenntnis der Fauna und seine hervorragende Beobachtungsgabe tun das Seinige dazu. Wer diese Tour plant, sollte sich vorher dieses Buch anschaffen und genau lesen. Es enthält wertvolle Hinweise, die dann das Wandern einfacher oder leichter machen.Ein tolles Buch, das ich jedem nur empfehlen kann.  

Peter Kaschel -  Angeblich führen viele Wege nach Rom, viele mögen ebenso nach Santiago de Compostela führen.Eine Fülle von Reiseführern gibt es, die den Interessierten von den Pyrenäen bis letztendlich Finisterre literarisch begleiten ' und ebenso eine Fülle von Berichten, die auf dem Camino Erlebtes auf unterschiedlichste Weise wiedergeben.Diverse solcher Bücher hat der Rezensent gelesen ' ja, natürlich auch die Pflichtlektüre 'Ich bin dann mal weg'. Sie alle weisen naturgemäß verschiedene inhaltliche Schwerpunkte auf wie Landschaften: Wiesen, Felder, Wälder, Ebenen, Täler, Hügel- und Bergformationen; Straßen, Wege, touristische Städte, Dörfer, Kapellen, Kirchen, Kathedralen, Herbergen; physische und psychische Herausforderungen, Einsamkeit, Humor, Trauer, Sehnsucht nach Alleinsein oder gemeinsamem Pilgern, Stress- und Konfliktbewältigung, Suche nach innerer Versenkung, Spiritualität, religiösem Sinn, Meditation...Autoren erzählen von ihren Erfahrungen, Höhen und Tiefen, einmaligem und mehrfachem Pilgern auf dem Camino, Witterung, Wärme, Kälte, Jahreszeiten...Wenn ein Buch nahezu alle diese Kriterien aufnimmt, in sich vereint, verarbeitet, sie vor der Leserschaft in beeindruckender, ja wundervoller Weise geradezu lyrisch kunstvoll ausbreitet; wenn ein Buch über weite Strecken Gefühle aufrichtig offenbart und in atmosphärischer Dichte beschreibt, mit viel Herzblut und Hingabe sowie Liebe zum Detail Begebenheiten, Eindrücke sprachlich einfühlsam darlegt, dann ist es meiner subjektiven Ansicht nach das Werk eines Pilgers, der aufgrund seiner Kopfbedeckung mit Nackenschutz (!) der 'Legionär' genannt wird.Der Autor Martin Schöler, der sich bereits im Vorwort als bekennender Ausdauer- und Langstrecken-Wanderer outet und einleitend die Leserschaft an seinen Reflektionen zur Planung des Camino-Pilgerns teilhaben lässt, nimmt uns mit auf seine 25-tägige Jakobsweg-Wanderung im Frühjahr 2010.Seine ausführlichen Schilderungen eines jeden einzelnen Tages, die nur möglich sind dank ebenso präziser wie gleichermaßen regelmäßiger Tagebuch-Eintragungen, werden aufgelockert und garniert durch fotografische Impressionen und einige von ihm spontan verfasste Gedichte, die seine jeweiligen Stimmungen gekonnt zusätzlich einfangen.Jedes Kapitel ist betitelt nach Anzahl der gewanderten Tage, Datum, gewanderter Stundenzahl, Ortsangaben von Start und Ziel sowie der genauen bewältigten Kilometerzahl.Kann man sich jeweils einen umfassenderen einleitenden Überblick wünschen?!Immer wieder lässt der 'Legionär' uns teilhaben an seinen Gefühlen einerseits wie kleinen Ärgernissen wie dem anfänglichen Bemühen um optimale Befestigung des Schlafsacks auf dem Rucksack und seinem späteren 'Kampf' mit seinem Regen-Komplettschutz oder dem erzwungenen Erfindungsreichtum beim Wäschetrocknen in Ermangelung entsprechender Klammern.Andererseits beschreibt Schöler dezidiert den Genuss von Frühstück, Mittag- und Abendessen, sowie Zwischenmahlzeiten und berichtet auf schier unnachahmliche Weise, warum ihm was wie schmeckt.Wir leiden mit dem Autor zusammen zum Einen unter körperlichen Schmerzen und langatmig wirkenden Wegstrecken und erfreuen uns im selben Atemzug zum Anderen über die Ansicht verschiedener Pflanzen, seltener Blumen, knorrigen Baumgewächses, die und das uns der offensichtliche Botanik-Freund immer wieder plastisch vor Augen zu führen vermag.Hier lobt der Verfasser die Wegmarkierungen in ihrer übersichtlichen Form, dort vermisst er sie. Hier weiht er uns in Legenden ein wie den berühmten Hahn von Santa Domingo, dort überwiegen Schilderungen schlicht überwältigender Landschaften. Hier ärgert sich der Pilger über den Run auf freie Herbergs-Schlafstätten, dort gerät er in Verzückung angesichts kleiner Kirchen, alter Häuser, winkliger Gassen.Doch vor allem scheint ihm wichtig der Kontakt zu ihm liebgewonnenen Weggefährten, die er verliert, wieder trifft, verliert, wieder trifft.Wir schmunzeln mit dem Autor über manch' missliche Situation und begeistern uns mit ihm über die vielfältigen Schönheiten des Camino.Immer wieder scheinbar nur am Rande erwähnte Erfahrungen können selbst altgedienten Jakobsweg-Pilgern dienlich sein, Neulingen sowieso.Ob es Martin Schölers Intention ist oder nicht: Der Leser fiebert mit ihm: Wird er diesen oder jenen Pilger wiedertreffen? Schafft er das gesetzte Tagesziel trotz dieser und jener Unbilden? Wird er hier oder dort endlich ausruhen können?Das Schönste aber: Der Autor versprüht vom Beginn bis zum Schluss seines Werkes eine ungebrochene und ansteckende Wander-, ja Lebensfreude, die selbst im Ausklang des Opus noch ihren Niederschlag findet: anhaltender Kontakt und Freundschaften mit manchen Camino-Gefährtinnen und Gefährten!Was wäre eine Rezension ohne 'Mäkeln'? Das i-Tüpfelchen wäre gewesen eine Skizze (aufklappbare Übersichtskarte?!), anhand derer ein optisch-geografisches 'Mitwandern' möglich gewesen wäre.Der Verfasser dieser Rezension verzichtet auf peinliche Worthülsen wie etwa 'ein Muss für jeden Bücherschrank', sondern sagt stattdessen ein tief empfundenes, schlichtes, aber aufrichtiges'DANKE, Martin Schöler!!'  

Wencke Zellner -  Gerade wenn man sich in der Vorbreitung auf eine Pilgerreise auf dem Camino Franes befindet ist dieses Buch äußerst hilfreich. Ich habe selten so viele wirklich praktische und hilfreiche Tipps in einem Werk gefunden! Dazu gibt es amüsante und interessante Erlebnisse aus dem "Pilgeralltag" ansprechend und unterhaltsam erzählt. Fazit: Absolut empfehlenswert!  

Carlos - Habe mir das Buch auf eine Empfehlung im Pilger Forum gekauft und innerhalb von 10 Tagen fertig gelesen. Das Buch hat mich für den Camino motiviert. Besonders gefällt mir, dass die Lebendigkeit des Buches mit jedem beschriebenen km auf dem Camino zunimmt. Das Buch beschreibt unter anderem die kleinen und großen Begegnungen mit den Menschen auf den Camino. Als besonders informativ fand ich für mich, dass der Autor den Camino im März/April gegangen ist.


 

Irene -  

-Noch ein Buch über den spanischen Jakobsweg ? Zugegeben, die Zahl der Publikationen über diesen Pilgerpfad hat einen beachtlichen Umfang erreicht. Der interessierte Leser kann inzwischen unter einer Vielzahl von Reisebeschreibungen, Pilgerführern und romanhaften Schilderungen wählen und wird sich am Anfang eher kritisch fragen, was denn die neue Publikation von Martin Schöler von den Übrigen unterscheiden mag. Und doch, die Lektüre dieses neuen Buches zieht den interessierten Leser schnell in seinen Bann. So erging es auch der Rezensentin, die über eigene Jakobsweg- Erfahrungen verfügt und sich aus dieser Sicht - in aller Bescheidenheit - ein gewisses Urteil erlauben darf.Schon der Titel klingt nach Abenteuer und Herausforderung: Ein Legionär auf dem Jakobsweg - um welche Art von Legionär könnte es sich handeln? Geht es in diesem Zusammenhang wirklich um harte Kämpfer?Man empfindet sofort die gewisse Spannung, die dieser Titel auslöst und erste Vermutungen über den zu erwartenden Inhalt drängen sich auf. Jeder weiß, dass der Jakobsweg in Spanien ein friedlicher Pilgerweg ist, den man zu Fuß, dem Fahrrad oder mit dem Pferd zurücklegen kann, wobei die klassische Route in Nordspanien etwa 8oo Kilometer umfasst - von der französischen Grenze in den Pyrenäen bis zur berühmten Kathedrale in Santiago de Compostela. Mehr als 800 Kilometer zu Fuß - ist das der Bezug zum Kampfgeist eines Legionärs? Das ist, aus "Auto- verliebter" Perspektive eine unglaubliche Leistung! Und der Autor hat sie zurückgelegt, jeden Meter - ohne auch nur einen einzigen Schritt auszulassen! Da möchte man mehr wissen! Wie hat er es geschafft, was war seine Strategie und welche Philosophie (oder Motivation) hat ihn dazu bewegt - oder wollte er auch nur mal eben "weg sein"? Dankbar nimmt der Leser wahr, dass es hier um Hilfestellungen zur Bewältigung des Weges geht. Das wird schon an der detailgetreuen Beschreibung der Streckenführung deutlich, die an der Wegeeinteilung eines klassischen Pilgerführers orientiert ist. Der Autor ergänzt dies durch wertvolle Informationen zu den Unterkünften (hier handelt es sich mehrheitlich um Pilgerherbergen), Verpflegungsposten und Einkaufsmöglichkeiten unterwegs, er spart auch kritische Hinweise nicht aus, wenn an bestimmten Stellen wieder mal die Route geändert wurde. Zusätzlich geht es ihm um die Schönheiten der durchwanderten Landschaften, um historisch bedeutsame Ereignisse in Dörfern und Städten am Wegesrand, um wirtschafts- und sozialgeschichtliche Hintergründe, deren Kenntnis den Blick des Wanderers vertiefen und somit das Erleben dieses Weges zu einer besonderen Erfahrung machen.Neben diesen praktischen Hinweisen gelingt es Martin Schöler vor allem, die Motivation zur Begehung zu fördern. Beim Lesen seines Berichtes wird klar, was diese Art von Pilgerschaft ausmacht - was die zentrale Botschaft an den Wanderer sein kann, wenn dieser nur bereit ist, sich auf sie einzulassen.Martin Schöler hat am Ende jedes Pilgertages sofort seine Erfahrungen aufgeschrieben. Damit stellt er dem Leser die Unmittelbarkeit seines Erlebens zur Verfügung und schafft mit diesem Bericht eine Darstellung, die einen ganz eigenen narrativen Reiz ausstrahlt. Präzise beschreibt er nicht nur den äußeren Ablauf der täglichen Wanderungen, sondern auch seine eigene Befindlichkeit, dadurch bekommt der Leser quasi eine Innen- und eine Außensicht dieser Pilgerfahrt, und aus beiden Perspektiven wird eine ganzheitliche Erfahrung.Und endlich versteht man die zentrale Botschaft dieses Weges, die sich daraus erschließt. Er ist eine wunderbare Metapher für unser ganzes menschliches Leben. Beispielhaft steht er für die unbefangene Hoffnung des Jugendalters, ähnlich dem Wanderer der des Morgens aufbricht und noch keine Ahnung hat, was dieser Tag ihm bringen wird. Fröhlich nimmt er seinen Weg auf, ohne sich zu sorgen. Er steht ferner für die Mitte des Lebens, so wie der Pilger, der am Mittag die Hälfte seiner Tagesetappe geschafft hat; stolz, aber auch hungrig und müde, doch noch voller Kraft und erfüllt von der Sehnsucht, das Ziel des Tages zu erreichen. Und wenn der Wanderer schließlich am Abend sein Ziel erreicht hat, so steht dies für Alter und Reife in unserem Leben. Wenn er Glück hatte, wird ihm in dieser letzten Phase alles zuteil: die tiefe Befriedigung, den Weg (oder die Aufgaben des Lebens) geschafft zu haben. Anerkennung und Belohnung, die Ernte der Früchte eines langen (Lebens-) Weges. Und die Erfahrung, dass an jedem Tag neue Kräfte zuwachsen und man Herausforderungen und Umwege als Chancen zum Lernen betrachten kann. Und am Ziel der Wanderung lassen sich freudig wunderbare Feste feiern. Große Bedeutung hat dabei die die Begegnung mit den Mitwanderern. Einfühlsam beschreibt der Autor den Wechsel zwischen Alleinsein und dem Wunsch nach der Begegnung mit Mitpilgern.Und der Legionär? Nun versteht man, dass es auch auf die Stärke eines Kämpfers ankommt. Tag für Tag und ohne Unterbrechung, so Martin Schöler, muss man diesen Weg gehen. Regen, Schnee, Wind, heftige Stürme, Kälte, überfüllte Herbergen, und manchmal sogar Hunger werden den Wanderer nicht mehr abhalten, sein einmal ins Auge gefasstes Ziel anzustreben. Seine Stärke liegt in der Beharrlichkeit, sie eröffnet die Kraft, ungeheure Leistungen vollbringen zu können.Dieser Bericht ist ein Appell, sich selbst auf die Reise zu machen. Am Ende weiß der gut informierte Leser, worauf er sich einlässt: dieser Weg ist eine physische und psychische Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte. Aber der Lohn ist diese Mühen allemal wert.Die Geschichte dieser Pilgerreise ist mit emotionaler Authentizität, feinem Humor und, eine besondere Würze, auch ein wenig Selbstironie geschrieben - und das sind nicht die einzigen Gründe, die dieses Buch so lesenswert machen.

 

Heinrich  - Es ist vermutlich nur die halbe Wahrheit, dass gerade für den Pilger gelte "Der Weg ist das Ziel". Hält man es mit Martin Schöler, der sich im Frühjahr 2010 auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostella aufgemacht hat und der just im Februar 2011 einen Reisebericht seiner vierwöchigen Wanderung veröffentlich hat, dann ist es eben nicht nur der Weg, sondern dann sind es die kleinen Ruhepausen, Tagesstationen, Beobachtungen und Begegnungen mit anderen Menschen, die das Pilgern ausmachen. Nicht zuletzt sind es die alltäglichen Dinge, Abenteuer und Herausforderungen, die dem Pilgern, einer Pilgerreise ihren Charme verleihen.Für die meisten Pilgerwanderer, ganz gleich, ob sie sich auf den Jakobsweg oder einen anderen Pilgerpfad begeben, stehen religiöse oder spirituelle Motive im Vordergrund, steht der kärgliche Fußmarsch mit spärlichen Unterkünften im Zeichen einer rituellen Sinnsuche oder einer Neuorientierung nach einem Schicksalsschlag oder einer Lebenskrise. Nicht so bei dem Autor des vorliegenden Buches mit dem auffälligen und ungewöhnlichen Titel "Der Legionär auf dem Jakobsweg". Und der Leser wird nicht enttäuscht. Legt der Buchtitel zwar einerseits nahe, es handele sich bei seinem Autor um einen soldatischen Veteranen, so klärt sich dieses etwaige Missverständnis andererseits schon auf den ersten Seiten des Buches auf: Lediglich die kurios wirkende Kopfbedeckung, die der Autor auf seiner Pilgerreise trug, hatte ihm diesen Rufnamen eingebracht. Schnell stellt sich außerdem heraus, dass sich hinter dem Autor Martin Schöler ein ungewöhnlicher, ja unkonventioneller Schreiber verbirgt. Sicher, an der einen oder anderen Stelle ahnt man bei ihm ein diszipliniertes Leben voller Pflichterfüllung im Hintergrund. Was das Buch daher umso mehr ausmacht, sind die Frische und die Aufbruchstimmung, die Neugierde und fast schon agnostische, durchweg eigene Art den spirituellen Anmutungen des Pilgerns zu begegnen. Das Buch und sein Autor nehmen den Leser mit auf die Reise. Das tun sie allerdings ohne die Schwere einer Besinnung aufs Existenzielle und ohne überzogene Rückbesinnung auf den eigenen Lebensweg, den man ohnehin schon lange vor dem ersten Ausschritt auf dem Jakobsweg genommen hat. Ja, das Buch ist voller Reflexionen auf die Erfahrungsschichten der Vergangenheit, aber dabei, das spürt der Leser, geht es dem Erzähler nicht um eine für das Buch inszenierte Innerlichkeit. Das Buch ist wie der Jakobsweg selbst ein Erinnerungsraum, der sich zwischen den Begegnungen und Erlebnissen des Pilgers auftut. Es nimmt kaum Wunder, dass der Autor Freundschaften geschlossen hat, von denen die eine oder andere ihn wohl heute noch begleiten dürften. "Der Legionär auf dem Jakobsweg" ist ein ehrliches Buch, in dem auch Pannen, Missgeschicke, Höhen und Tiefen zu ihrem Recht gekommen sind. Ich hätte gerne mehr über Martin Schölers Motivation dafür erfahren, den Jakobsweg zu gehen. Am Ende eines kurzweiligen und gelungenen Buches spielt es aber keine Rolle, was den Autor dazu bewegt haben mag. Mit diesem Buch werden die Strapazen einer Bewanderung des Jakobswegs zu einem literarischen Spaziergang. Ein lesenswertes Buch, ein besonderes Kleinod der Wanderlust, das auch ohne die fraglos ausdrucksstarken Fotos der Reise für sich hätte stehen können. - Heinrich Schneider

 

Cadilly“ im Pilgerforum:

Auch ich kann dieses Buch zur Vorbereitung des ersten Caminonur empfehlen da es neben vielen Tipps auch eine überaus kurzweilige Lektüreist, ich hatte das Buch auch sehr schnell verschlungen und werde es jetztdemnächst noch mal mit Ruhe lesen um mir die eine oder andere Stelleanzustreichen. Der Autor beschreibt den Weg, die Herbergen, die Natur und diePilgerbekanntschaften so gut, dass zumindest ich die anfängliche Angst vor demUnbekannten gänzlich verloren habe und nur noch neugierig bin und endlich auchdiese Erlebnisse teilen möchte. Beschönigen tut er glaube ich nichts, sondernzeigt so ziemlich genau auf, wie es wirklich zugehen kann auf so einer langenWanderung (da ich noch nie dort war, ist dies natürlich nur meineEinschätzung).
Bisher war es das für mich informativste und auch das am schönsten zu lesendeBuch über den Jakobsweg!

 

Paul 1948“ im Pilgerforum:

Ich hab eine Menge Bücher über den Camino Francese gelesen,ich bin den Weg *natürlich* auch selbst gegangen - dieses Buch hat mich wirklich berührt!
Vielleicht ist es, weil Legionär und ich in einer ähnlichen Altersklasse sind, vielleicht ist es auch, weil er fast zur gleichen Zeit wie ich den Weg gegangen ist (ich war zwei Monate nach ihm unterwegs) - es hat mich noch kein Buch so nahe an meinen Weg geführt. Oft sind es die Kleinigkeiten, die ein Fenster meiner Erinnerung öffnen. Der große Schäferhund, der den Pilgern mit hungrigem Blick beim Essen zusieht, der muss auf der Terrasse des Gasthauses am Alto de San Roque gewesen sein, und der Hund, der wie ein Löwe aussieht und Legionär ein Stück begleitet hat, in Arca Petrouzo - ich hab sogar ein Foto von ihm. Alles in allem hat mir dieses Buch viel Freude beim Lesen gemacht.

 

Christine“ im Pilgerforum

Ich würde auch gerne mal etwas zum Buch vom "Legionär" schreiben.
Da ich ein "Neuling" bin und meinen Weg noch vor mir habe ,
möchte ich sagen, dass mich dieses Buch, in der Aufmachung eines Tagesbuches
so sehr fasziniert hat und ich es mit kurzer Unterbrechung an einem Stück gelesen habe.
An dieser Stelle VIELEN DANK an Martin, es war wie ein "Kurzurlaub"am Wochenende.
Dieses Buch ist von der ersten Seite an sehr spannend, lustig und auch an manchen
Stellen sehr rührend, die doch die Seele ergreifen und ein paar Tränchen kullern ließen.
Ich konnte mich in dieses Buch so vertiefen, dass ich zeitweise das Gefühl hatte,
ich durfte Martin begleiten.
Auf Einzelheiten möchte ich hier nicht näher eingehen, damit die Freude über dieses
Buch selbst erfahren werden darf.
Ich habe natürlich auch das Hörbuch von Hape und muss doch sagen, dass mir dasBuch von Martin noch besser gefällt, weil es nicht so überzogen ist.
(.....ach Martin, noch etwas an Dich,......auch wenn Du meinst, dass Du nicht unbedingt spirituelle Erfahrungen gemacht hast,.... möchte ich doch behaupten,....immer wenn Du Dir erhofft hast Sigrid und Walter zu treffen esaber bezweifelt hast,.....sind sie doch wieder aufgetaucht!...Ich glaube esgibt keine Zufälle !!!)
Es hat schon seinen Grund, warum manche Menschen aufeinander treffen.
Kurzum,...ich kann dieses Buch nur wärmstens weiter empfehlen, da es mir persönlich meine Vorfreude auf den Camino bereichert hat.
Auch die selbstverfassten Gedichte sind wunderschön und drücken sehr viele Gefühle aus.